Agrarischer Modellcluster

 

Die Abschätzung des heimischen, ökonomischen, agrarischen Biomassepotenzials berücksichtigt (i) das agronomische Potential in Form von standortspezifischen Pflanzenerträgen, welche mit dem bio-physikalischen Prozessmodell EPIC simuliert wurden, (ii) regional typische Fruchtfolgen, welche mit dem Modell CropRota bestimmt wurden, und (iii) standortspezifische Opportunitätskosten alternativer Verwertungsmöglichkeiten, welche mit BiomAT abgeschätzt werden. Mit dem räumlich expliziten Landnutzungsoptimierungsmodell BiomAT werden auf Gemeindeebene Fruchtfolgen ausgewählt, die den höchsten Gesamtdeckungsbeitrag unter Berücksichtigung der regionalen Standortqualitäten (Boden, Wetter und Topographie) und Ackerflächenausstattungen. Um Angebotsmengenreaktionen in BiomAT abzuschätzen, sind in den Modellsimulationen Biomasseoutputprämien in unterschiedlicher Höhe vorgegeben worden. sodass sich die Deckungsbeitragsunterschiede zugunsten des Energiepflanzenbaus verschieben. Modellergebnisse zeigen, dass sowohl das Flächenausmaß als auch die Produktionsintensität steigen. Jedoch wirkt das österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL) dem entgegen, sodass relativ hohe Biomasseprämien nötig wären, um die heimische, agrarische Biomasseproduktion zu fördern.

Die Simulationsergebnisse zeigen auch, dass durch die heimische, agrarische Biomasseproduktion und aufgrund der begrenzten Flächenverfügbarkeit, die Fläche für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion sinkt, vor allem von Weizen und Körnermais (siehe Abbildung). Zudem ändert sich die Verwertung. So wird z. B. Futterweizen vermehrt in der Ethanolproduktion oder GPS-Weizen in der Biogasproduktion eingesetzt. Zu stärkeren Änderungen im Kulturartenverhältnis kommt es vorwiegend durch den Anbau von Kurzumtriebsgehölzen.

Veränderung der Ackerlandnutzungen in Abhängigkeit der Biomasseprämie (20/60/100 €/t atro)

 

(Für eine detailliertere Darstellung der Ergebnisse wird auf den Endbericht verwiesen.)